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Aktuelle Ausstellungen

 

Irmgard Holtmeier – Buntglasprojekte

15. Oktober 2022 bis 8. Januar 2023
 

DurchdringungIrmgard Holtmeier wurde 1946 in Spangenberg geboren. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie von 1966 bis 2016 als Technische Angestellte für Maschinen- und Stahlbau in Kassel, Neuss und München, für Bundeswasserstraßen und Wasserbauwerke in Duisburg.
Im Jahr 1990 begann ihre Arbeit mit dem Material Glas, nachdem sie bei der Firma Glas-Janssen in Moers Kurse in deren Kunstglaserei absolvierte. Seitdem fertigt sie in ihrer eigenen Werkstatt Buntglasfenster und Türverglasungen sowie Glasbilder und Lampen in Tiffany- und Bleitechnik.

 

Rose​​​​​​​Inspiriert wurde sie durch den Besuch in einer Kunstglaserei in Moers. Deren Mitarbeiter vermittelten ihr vieles über die Arbeitsmethoden,​​​​​​​ Gestaltungsschwerpunkte, Entwurfserstellung bis zu Fertigstellung eines Buntglasobjektes. ​​​​​​​
Seitdem entstehen Flachglasarbeiten aus farbigen Glasscheiben. Irmgard Holtmeier nutzt Tiffanyglas mit besonderer Leuchtkraft, Opalescent-Glas mit interessanten Farbverläufen, Echt-Antikglas, irisierendes Glas, Kathedralglas, aber auch transparentes Glas mit unterschiedlicher Oberflächenstruktur.  Die Weiterverarbeitung erfolgt in der sogenannten Tiffany-Technik, bei der die zugeschnittenen Glasscheiben mit Kupferfolie eingefasst und mit Lötzinn verbunden werden. Diese Technik ermöglicht auch die Anfertigung von dreidimensionalen Glasobjekten, z.B. Lampenschirme. 

 

KutterWie schon die Jugendstilkünstler lässt sich auch Irmgard Holtmeier von der Natur inspirieren: 
Nutzpflanzen und Blüten von Zierpflanzen, heimische Tiere, vor allem Vögel in schillernden Farben, Früchte, Strukturen von Gehölzen, verschiedene Schiffstypen u. a. sind in ihren Entwürfen zu finden. Auch der Bestimmungsort ist für sie von Bedeutung. Als Motiv für einen Leseraum beispielsweise taucht eine auf einem Bücherstapel sitzende Eule auf, das Glasbild für einen Essbereich zeigt verschiedene Früchte.​​​​​​​
Ihre Lampengestaltungen zeigen häufig Blumenmotive, ganz in der Tradition der Tiffany-Lampen im Jugendstil, es kommen aber auch geometrische Formen und kleinteilige Ornamente vor. Fuchs​​​​​​​
In ihren Bildern legt sie besonderen Wert auf die Farbauswahl und die Leuchtkraft der einzelnen Gläser. Ihre Arbeitsweise wird in der Ausstellung​​​​​​​ durch zahlreiche Entwürfe, Aquarelle als Vorstudien und Mustergläser erläutert. Die Faszination, die das Material Glas auf Irmgard Holtmeier ausübt, wird in der Vielfalt ihrer Arbeiten deutlich, die sowohl vor dem Fenster, in den Vitrinen und an der Wand präsentiert werden.

 

 
 

 

GLAS 2022 - 8. Immenhäuser Glaspreis 

Wettbewerb zur zeitgenössischen Glaskunst in Deutschland

21. Mai bis 17. September 2022

 

Das Jahr 2022 ist ein Besonderes: Es wurde von der UN (Vereinte Nationen) zum Jahr des Glases ausgerufen. Die „Gesellschaft der Freunde der Glaskunst Richard Süßmuth e.V.“ kann 2022 auf 40 Jahre Engagement für das Glasmuseum zurückblicken und das Glasmuseum Immenhausen selbst wurde vor 35 Jahren eröffnet. Plakat GLAS 2022

 

Zu diesen Jubiläen führen die Stadt Immenhausen und der Museumsverein mit der Ausschreibung des 8. Immenhäuser Glaspreises eine Tradition fort, die im Jahr 2000 begann. Damals wurde eine Ausstellung organisiert, die einen Überblick über die aktuelle Glaskunst in Deutschland geben sollte. Nach dem Erfolg und dem Zuspruch von Besucherinnen und Besuchern, Künstlerinnen und Künstler sowie Fachleuten entwickelte sich diese Ausstellungsreihe zu einem national und international beachteten Projekt.

 

Unter der Schirmherrschaft der Hessischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, wird nun mit der Ausstellung „GLAS 2022“ zum 8. Mal der Wettbewerb um den Immenhäuser Glaspreis ausgeschrieben. 

 

Das Ziel der Ausstellung ist es wieder, einen Überblick über die Spannbreite der aktuell in Deutschland mit dem Material Glas arbeitenden Künstlerinnen und Künstler zu geben und die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten dieses faszinierenden Werkstoffes aufzuzeigen. Dabei sollen nicht nur prominente Namen auftreten, sondern auch bewusst junge, bisher weniger bekannte Glasgestalter angesprochen werden, sich mit ihren Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. 

 

Die Ausschreibungsbedingungen zum Wettbewerb legen fest, dass die Objekte nach 2019, dem Jahr des letzten Glaspreises, entstanden sein müssen und noch nicht auf einer öffentlichen Ausstellung zu sehen waren. 
Die seit 2020 währende Corona-Pandemie hat es vielen Glasschaffenden bei ihrer Arbeit nicht einfach gemacht. In zahlreichen Objekten spiegelt sich die derzeit noch immer schwierige Situation. Dennoch haben sich wieder 60 Künstlerinnen und Künstler beworben und präsentieren sich mit 100 Objekten der Jury und dem Publikum.

 

Die Ausstellung stellt im Internationalen Jahr des Glases einen Höhepunkt dar und macht die Besonderheit dieses Werkstoffs deutlich, der auf der einen Seite so alltäglich ist, dass er kaum wahrgenommen wird, auf der anderen Seite aber gerade in der Kunst Außergewöhnliches zulässt.
Der Besuch der Ausstellung vermittelt einen Eindruck von der vielfältigen deutschen Glasszene und macht hoffentlich neugierig auf weitere Entdeckungen, die die Glaskunst im In- und Ausland bietet.

 

Die Preisverleihung findet während der Finissage am 17. September 2022 statt. 

Es nehmen teil:
Marina Aletsee - Frank Ballowitz - Michael Behrens - Elisabeth Brosterhus - Simone Fezer - Ursula-Maren Fitz - Ariane Forkel - Barbara Freshwater - Alexandra Geyermann - Elena Graure-Manta - Wilfried Grootens - Jörg Hanowski - Iris Haschek - Jürgen Höpner - Masumi Igarashi - Monika Ihl - Heide Kemper - André Kestel - Katharina Kleinfeld - Henry Knye - Bernd Lichtenstein - Anja Listl - Silvia Lobenhofer-Albrecht - Uta Majmudar - Elke Mank - Elvira Martens - Sina Mendler - Ursula Merker - Wolfgang Mussgnug - Stella Orlowski - Alkie Osterland - Angelika Pietsch - Susanne Precht - Ulrich Precht - Dina Priess dos Santos - Olga Pusztay - Annegrete, Riebesel - Andreas Rieder - Gabriele Riester - Hermann Ritterswürden - Torsten Rötzsch - Achim und Hiltrud Schieffer - Reiner Schlestein - Christa Schmets - Heidi Schmitt - Wolfgang Schmölders - Olaf Schönherr - Antje Schröder - Susanne Sorg - Michaela Swade - Mary Sych - Ulrike Umlauf-Orrom - Wilhelm Vernim - Maria Völkel - Michael F.J. Weinfurtner - Samuel Weisenborn - Hans-Jürgen Westphal - Angela Willeke
 

 


 

Hubert Koch - Glaskunst aus Lauscha im Thüringer Wald

Nachlass-Ausstellung verlängert bis 31. Juli 2022

 

Hubert Koch am Arbeitsplatz Mitte der 1970er Jahre„Ist es übertrieben, wenn ich ihn bei mir selbst den Weltmeister der Lampenglasbläser nenne? Solche Gläser hat niemand vor ihm gemacht und sie wird auch keiner nach ihm machen.“ So beschrieb Joachim Kruse, der ehemalige Direktor der Kunstsammlungen der Veste Coburg, das Werk des Glaskünstlers Hubert Koch.

 

Der Name Hubert Koch ist untrennbar verbunden mit der künstlerischen Glasgestaltung vor der Lampe, der Verarbeitung von vorgefertigten Glasröhren und -stäben vor dem Gasbrenner. In dieser Technik hat es Hubert Koch zu höchster Perfektion gebracht.

 

Koch wurde am 13. Mai 1932 in Lauscha geboren, absolvierte von 1947 bis 1950 eine Ausbildung zum Kunstglasbläser, besuchte die Glasfachschule in Lauscha und schloss mit der Gesellenprüfung ab. Im Jahr 1956 legte er die Meisterprüfung ab, nachdem er in verschiedenen Betrieben in Lauscha tätig war. Seit 1962 arbeitete Koch selbständig, entwickelte sich zum gefragten Hersteller von Glasaugen für  Tierpräparatoren und fertigte kunsthandwerkliche Arbeiten in der Lampentechnik. 1973 wurde er als Mitglied in den Verband Bildender Künstler der DDR aufgenommen. Für seine künstlerische Arbeit erhielt er zahlreiche Ehrungen, unter anderem 1978 ein Ehrendiplom bei der II. Quadriennale des Kunsthandwerks sozialistischer Länder und 1977 beim Coburger Glaspreis für moderne Glasgestaltung in Europa eine Urkunde für hervorragende Leistungen und 1985 einen Sonderpreis. Museen weltweit nahmen seine Arbeiten in ihre Sammlungen auf. Seit 1991 war Hubert Koch Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen e.V. Am 27. Dezember 2011 ist er in Lauscha gestorben.

 

Er hinterlässt eine Fülle von Gefäßen, Vasen, Schalen, Kummen und Flaschen, die vor der Flamme gearbeitet sind. Die federleichten zarten Stücke sind nicht für den täglichen Gebrauch bestimmt, sondern es sind kleine Kunstwerke, die ihre Liebhaber auf der ganzen Welt gefunden haben. Die Liste der Ausstellungen, an denen Hubert Koch beteiligt war, ist endlos, seine Werke waren nicht nur national, sondern auch international zu sehen.

 

Zwei Vasen von Hubert KochTypisch für Hubert Koch sind Objekte mit schwellenden, weich wirkenden Wandungen, oft in ausladenden Ovalformen und in knospenartiger Gestalt. Ihre Oberflächen sind mit immer wieder neuen Faden- und Netzmustern sowie mit Aufschmelzungen von Glasemail gestaltet. Viele von ihnen erhalten ihre Spannung durch den Wechsel von kristallklaren oder farbigen Flächen zu einem Dekorband. Alle Objekte zeugen von einer intensiven Naturbeobachtung. Die Nähe zu elementaren Dingen der heimischen Landschaft wie Erde, Wasser oder den Linien in dünnem Eis, zu organischen Materialien wie Holzmaserungen, Pflanzen oder Federn führt bei Hubert Koch jedoch nicht zu Abbildern, sondern zu neuen Formen, die wie in der Natur gewachsen erscheinen. Handwerkliche Meisterschaft und individuelle künstlerische Erfindungsgabe ergänzen sich in diesen Arbeiten auf ideale Weise.

 

Die Ausstellung präsentiert eine Vielfalt an Objekten, die sich im Nachlass der Ehefrau Hubert Kochs befunden haben. Sie vermittelt eine Überblick über das Werk dieses Ausnahmekünstlers, dessen Arbeiten nun zum Verkauf stehen.

 


 

 

Malerei - "vom Glas inspiriert" Glaskunst auf Leinwand

verschoben

(neuer Termin wird noch bekannt gegeben)

 

 

Angelika Boettcher inspiriert von Rachel Daeng NgalleRachel Daeng Ngalle: Going around in circles„KUquadrat – Kunst und Kulinarisches“, so nennt sich eine Künstlergruppe aus dem Nordhessischen Grebenstein, in der sich zehn Maler und Malerinnen zusammengeschlossen haben. Gemeinsam besuchen sie Kurse für freies Malen in den Techniken Aquarell und Acryl bei Maja Nishiyama und Ingo Küpper. Die beiden bieten seit 2001 in ihrem Atelier Lehrgänge für Hobbymaler an. Die Künstlergruppe, die ihre Bilder im Glasmuseum Immenhausen ausstellt, malt seit Jahren zusammen und weil der Spaß im Vordergrund stehen soll, gibt es zu jedem Maltermin auch etwas zu Essen und zu trinken. Auf der gemeinsamen Homepage stellen die zehn Maler daher nicht nur Ihre Bilder, sondern auch ihre Lieblingsrezepte vor.

Nach mehreren gemeinsamen Kunstprojekten haben sich die Maler im vergangenen Jahr entschlossen, das Projekt „Glas“ in Angriff zu nehmen. Besuche im Glasmuseum inspirierten sie zum Malen dieses Werkstoffs. Allerdings ist es nicht ganz einfach, dieses fragile Material auf die Leinwand zu bekommen.

 

Monika Drube inspiriert von Sylvia KopkaSylvia Kopka: Playground 2Die Künstler haben es jedoch geschafft, die Transparenz der Glasobjekte einzufangen und haben ganz unterschiedliche Objekte zum Bildthema gemacht: Mal ist es einer der Briefbeschwerer, die in der Glashütte in Immenhausen nach Feierabend aus dem letzten Rest flüssigen Glases und bunten Glasresten entstand, mal ist es Gebrauchsglas wie eine Gruppe Einkochgläser, dann sind es aber auch die Kunstobjekte, die faszinierten.

Das mit zwei Rücken an Rücken sitzenden Personen besetzte Boot in Pate de Verre Technik mit dem Titel „Going arround in circle“ der Niederländerin Rachel Daeng Ngalle ist im Bild von Angelika Böttcher direkt an den Nordpol geschippert, in der Malerei von Monika Drube ist die Leichtigkeit des Objekts „Playground“ von Sylvia Kopka deutlich zu erkennen.

 

Wenn das Museum nach der Corona-Schließung wieder geöffnet ist, können sich die Besucher auf eine spannende Ausstellung freuen, in der Glas und Malerei eine interessante Verbindung eingehen.