Aktuelle Ausstellungen

Rosa Reichenbach – Kunst im Rückblick

29. Februar bis 31. Mai 2020 / verlängert bis 12. Juli 2020

 

Plakat: Rosa Reichenbach (klein)

 

 

In der ersten Ausstellung des Jahres 2020 geht es im Glasmuseum Immenhausen nicht um Glas, sondern um Malerei.

 

Zum 80. Geburtstag der Immenhäuser Künstlerin Rosa Reichenbach wird ein Blick auf ihr gesamtes bildnerisches Schaffen geworfen.


Rosa Reichenbach wurde 1940 in Saaz in Tschechien geboren und kam 1972 aus Franken nach Kassel. 1974 begann sie an der Gesamthochschule in Kassel ihr Studium im Bereich Grafik-Design, legte den Schwerpunkt aber bald auf die Freie Malerei.
Seit 1981 arbeitet sie als freie Künstlerin, war in der Erwachsenenbildung tätig und erhielt 1991 die Möglichkeit, im psychiatrischen Krankenhaus Merxhausen ein Atelier aufzubauen, wo sie zusammen mit den Patienten künstlerisch tätig war.


1996 zog sie nach Immenhausen in das Wohnhaus des Glaskünstlers und Betreibers der ehemaligen Glashütte Richard Süßmuth, wo sie sich im alten Flachglasatelier Wohnung und Atelier einrichtete. Das große Atelierfenster, an dem zu Süßmuths Zeiten Kirchenfenster in Originalgröße gefertigt wurden, inspirierte sie zur Arbeit mit der Transparenz.


Zunächst entstanden Collagen aus übereinander geschichtetem Transparentpapier, später kamen Luftskulpturen hinzu, die einen Endpunkt in dem Versuch bilden, Leichtigkeit und Durchsichtigkeit in die Kunst zu bringen.

 

Die Ausstellung zeigt großformatige gerahmte Malereien, Packpapierarbeiten und Malereien zwischen Acrylglas. Lange Fahnen aus Transparentpapier und Luftskulpturen aus ihrem umfangreichen Werk sind zu sehen und machen mit Rosa Reichenbachs bevorzugten Bildthemen vertraut: Frauen, Tänzerinnen, Musik und besonders Bewegung. Die ist vor allem in ihren zahllosen Skizzen zu sehen, die sie erstmals in einer Ausstellung präsentiert und die einen hervorragenden Einblick in ihre Arbeitsweise zulassen.

 

Die Besucher der Ausstellung müssen sich auf ihre Bilder einlassen, sie „lesen lernen“, um einen Zugang zu finden. Dann erhalten sie einen umfassenden Eindruck der vielfältigen, künstlerischen Arbeiten Rosa Reichenbachs.

 

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Klein, aber fein

Glasschmuck

16. Mai bis Ende September 2020

 

In der AusstellunPlakat: Klein, aber fein - Glasschmuckg „Klein, aber fein“ ist Schmuck zu sehen, der überwiegend aus Glas besteht. Selbstgewickelte Perlen, Glaskugeln und Recycling-Glas kommen zum Einsatz, aber auch unterschiedliche Techniken wie vor der Lampe geblasene Figuren, verschmolzene Glasstücke und gravierte und geschliffene Glaselemente.

 

Die Vielseitigkeit des Materials „Glas“ zeigt sich eben nicht nur in den großen Skulpturen und Glasobjekten, sondern besonders im Kleinen auf dem Gebiet des Schmucks in allen Facetten.

 

Glas für die Gestaltung von Schmuck zu verwenden, ist nicht neu. Die ersten bekannten Gegenstände aus Glas waren Perlen, deren Herstellung mit dem Siegeszug des vor ca. 6.000 Jahren neu entdeckten Materials begann.

 

Zunächst waren Perlen aus Glas reine Luxusgüter, sahen sie doch, nach entsprechender Bearbeitung, kostbaren Edelsteinen täuschend ähnlich und konnten als vergleichsweise billiges Ersatzmaterial eingesetzt werden.

Sie spielten als Handelsware, aber auch als Tauschobjekt eine bedeutende Rolle, spätestens im 14. Jh. stieg der Bedarf an Glasperlen durch die Erfindung des Rosenkranzes. Selbst als Zahlungsmittel fungierten Glasperlen.

Im Venedig des 16. Jahrhunderts gelangte die Glasstein-Herstellung zu großer Perfektion. Vor der Öllampe wurden aus farbigen Glasstangen kunstvolle Edelstein-Imitate geformt, die in der Schmuckgestaltung als Ersatz für die teuren, echten Steine Verwendung fanden.

Das bekannteste Beispiel für den Ersatz von Edelstein durch Glas ist wohl der Strass, der seit dem 18. Jahrhundert eine günstige Alternative zu den kostbaren Diamanten darstellte.

Aus echtem Glas wurden besonders in den USA seit Mitte des 19. Jahrhunderts Schmuckstücke gefertigt. Hier begann das Umdenken, bei dem man den Wert der verwendeten Materialien hinter den Wert der künstlerischen Idee zurückstellte.

Das Design wurde bei der Gestaltung von Schmuck mindestens ebenso wichtig wie die Edelmetalle, die verarbeitet wurden.

Besonders im Jugendstil und in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts etablierte sich der Schmuck aus Glas als sogenannter Modeschmuck, und begab sich damit auf den schmalen Grat zwischen Kitsch und hochwertigem Kunsthandwerk.

 

Die Künstler und Künstlerinnen, die heute mit dem Material arbeiten, machen ihren Glasschmuck zu tragbarer Kunst. Ketten, Anhänger, Ringe und Broschen, mal voluminös, mal sehr filigran, verspielt und streng geometrisch, machen die Spannbreite deutlich.

Die Besucher können sich auf vielfältigen Schmuck freuen.

 

Es stellen aus:

  • Karin Bille
  • Günter G. Block
  • Susanne Bornmann
  • Andrea Borst
  • Yvonne Dieckmeyer
  • Delia Höyng
  • Monika Ihl
  • Michaela Köppl
  • Steffen Lang
  • Alkie Osterland
  • Magdalena Paukner
  • Michaela Swade
  • Gudrun und Hans-Jürgen Westphal
  • Manuela Wutschke

 

 

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