BannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbild
Als Favorit hinzufügen   Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Ausstellungen 2020

Glasklar - Glaskunst

bis Mitte Februar 2020

 

Aletsee Marina Ahorn 2Kemper Heide_Die Karawane des ApollDie moderne Glaskunst, auch „Studioglaskunst“ genannt, nimmt einen breiten Raum in der Museumssammlung ein. Mit derzeit über 300 Objekten aus den Jahren 1977 – 2019 zählt sie zu einer der größten Sammlungen dieser Art in Deutschland.

Leider können diese einzigartigen Werke aus Platzgründen nicht ständig präsentiert werden, sondern fristen häufig ein Schattendasein im Depot des Museums. Umso erfreulicher ist es, dass einige Stücke wieder einmal in einer Ausstellung präsentiert werden.

 

Kestel Andre_Sattel IIUnter den jetzt gezeigten Ausstellungsstücken sind auch die jüngsten Neuzugänge in der Sammlung.

Einmal handelt es sich um „Cube V“. Es ist zwar nicht das Objekt, welches die Besucher der Ausstellung „GLAS 2019 – 7. Immenhäuser Glaspreis“ mit dem Publikumspreis bedacht haben, aber ein gang ähnliches Stück des Lauschaer Künstlers Ulrich Precht.

Precht Ulrich_Cube V

Außerdem gehört das „Ahornblatt“ von Marina Aletsee jetzt zur Sammlung des Museums, ebenso wie die „Karawane des Apoll“ von Heide Kemper und das Objekt „Sattel II“ von André Kestel.

 

Bis Ende Februar 2020 sind diese Kunstwerke zusammen mit über 100 weiteren gläsernen Exponaten zu sehen.

 

An der großen Fensterwand werden auch wieder einmal die selten gezeigten farbigen Glasfenster und Bleiverglasungen aus dem Magazin präsentiert.

Die Besucher können sich beim Rundgang durch das Glasmuseum von der Vielfalt der internationalen Glaskunst überzeugen. Die vielfältige und farbenfrohe Ausstellung ist ein wahrer Augenschmaus und lädt zum Sehen und Staunen ein.

 

 


 

Rosa Reichenbach – Kunst im Rückblick

29. Februar bis 12. Juli 2020

 

 

IPlakat: Rosa Reichenbach (klein)n der Transparent mit Handschuh - Foto: Reichenbach privatersten Ausstellung des Jahres 2020 geht es im Glasmuseum Immenhausen nicht um Glas, sondern um Malerei.


Zum 80. Geburtstag der Immenhäuser Künstlerin Rosa Reichenbach wird ein Blick auf ihr gesamtes bildnerisches Schaffen geworfen.
Rosa Reichenbach wurde 1940 in Saaz in Tschechien geboren und kam 1972 aus Franken nach Kassel. 1974 begann sie an der Gesamthochschule in Kassel ihr Studium im Bereich Grafik-Design, legte den Schwerpunkt aber bald auf die Freie Malerei.


Seit 1981 arbeitet sie als freie Künstlerin, war in der Erwachsenenbildung tätig und erhielt 1991 die Möglichkeit, im psychiatrischen Krankenhaus Merxhausen ein Atelier aufzubauen, wo sie zusammen mit den Patienten künstlerisch tätig war.


Tänzerin von Rosa Reichenbach - Foto: Karl Brunnengräber1996 zog sie nach Immenhausen in das Wohnhaus des Glaskünstlers und Betreibers der ehemaligen Glashütte Richard Süßmuth, wo sie sich im alten Flachglasatelier Wohnung und Atelier einrichtete. Das große Atelierfenster, an dem zu Süßmuths Zeiten Kirchenfenster in Originalgröße gefertigt wurden, inspirierte sie zur Arbeit mit der Transparenz.


Luftskulptur Rosa Reichenbach - Foto: privatZunächst entstanden Collagen aus übereinander geschichtetem Transparentpapier, später kamen Luftskulpturen hinzu, die einen Endpunkt in dem Versuch bilden, Leichtigkeit und Durchsichtigkeit in die Kunst zu bringen.

 

Die Ausstellung zeigt großformatige gerahmte Malereien, Packpapierarbeiten und Malereien zwischen Acrylglas. Lange Fahnen aus Transparentpapier und Luftskulpturen aus ihrem umfangreichen Werk sind zu sehen und machen mit Rosa Reichenbachs bevorzugten Bildthemen vertraut: Frauen, Tänzerinnen, Musik und besonders Bewegung. Die ist vor allem in ihren zahllosen Skizzen zu sehen, die sie erstmals in einer Ausstellung präsentiert und die einen hervorragenden Einblick in ihre Arbeitsweise zulassen.

 

Die Besucher der Ausstellung müssen sich auf ihre Bilder einlassen, sie „lesen lernen“, um einen Zugang zu finden. Dann erhalten sie einen umfassenden Eindruck der vielfältigen, künstlerischen Arbeiten Rosa Reichenbachs.

 

 

Wegen der Corona-Pandemie war das Museum zeitweise geschlossen.

Eine kleine Online-Ausstellung vermittelt einen Eindruck von der Ausstellung.

 

Bildergalerie:

 

Download:

 


 

Klein, aber fein - Neuer Schmuck aus Glas

16. Mai bis 27. September 2020

 

In dPlakat: Klein, aber fein - Glasschmucker Ausstellung „Klein, aber fein“ ist Schmuck zu sehen, der überwiegend aus Glas besteht. Selbstgewickelte Perlen, Glaskugeln und Recycling-Glas kommen zum Einsatz, aber auch unterschiedliche Techniken wie vor der Lampe geblasene Figuren, verschmolzene Glasstücke und gravierte und geschliffene Glaselemente.

 

Die Vielseitigkeit des Materials „Glas“ zeigt sich eben nicht nur in den großen Skulpturen und Glasobjekten, sondern besonders im Kleinen auf dem Gebiet des Schmucks in allen Facetten.

 

Glas für die Gestaltung von Schmuck zu verwenden, ist nicht neu. Die ersten bekannten Gegenstände aus Glas waren Perlen, deren Herstellung mit dem Siegeszug des vor ca. 6.000 Jahren neu entdeckten Materials begann.

 

Zunächst waren Perlen aus Glas reine Luxusgüter, sahen sie doch, nach entsprechender Bearbeitung, kostbaren Edelsteinen täuschend ähnlich und konnten als vergleichsweise billiges Ersatzmaterial eingesetzt werden.

Sie spielten als Handelsware, aber auch als Tauschobjekt eine bedeutende Rolle, spätestens im 14. Jh. stieg der Bedarf an Glasperlen durch die Erfindung des Rosenkranzes. Selbst als Zahlungsmittel fungierten Glasperlen.

Im Venedig des 16. Jahrhunderts gelangte die Glasstein-Herstellung zu großer Perfektion. Vor der Öllampe wurden aus farbigen Glasstangen kunstvolle Edelstein-Imitate geformt, die in der Schmuckgestaltung als Ersatz für die teuren, echten Steine Verwendung fanden.

Das bekannteste Beispiel für den Ersatz von Edelstein durch Glas ist wohl der Strass, der seit dem 18. Jahrhundert eine günstige Alternative zu den kostbaren Diamanten darstellte.

Aus echtem Glas wurden besonders in den USA seit Mitte des 19. Jahrhunderts Schmuckstücke gefertigt. Hier begann das Umdenken, bei dem man den Wert der verwendeten Materialien hinter den Wert der künstlerischen Idee zurückstellte.

Das Design wurde bei der Gestaltung von Schmuck mindestens ebenso wichtig wie die Edelmetalle, die verarbeitet wurden.

Besonders im Jugendstil und in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts etablierte sich der Schmuck aus Glas als sogenannter Modeschmuck, und begab sich damit auf den schmalen Grat zwischen Kitsch und hochwertigem Kunsthandwerk.

 

Die Künstler und Künstlerinnen, die heute mit dem Material arbeiten, machen ihren Glasschmuck zu tragbarer Kunst. Ketten, Anhänger, Ringe und Broschen, mal voluminös, mal sehr filigran, verspielt und streng geometrisch, machen die Spannbreite deutlich.

Die Besucher können sich auf vielfältigen Schmuck freuen.

 

Es stellen aus:

  • Karin Bille
  • Günter G. Block
  • Susanne Bornmann
  • Andrea Borst
  • Yvonne Dieckmeyer
  • Delia Höyng
  • Monika Ihl
  • Michaela Köppl
  • Steffen Lang
  • Alkie Osterland
  • Magdalena Paukner
  • Michaela Swade
  • Gudrun und Hans-Jürgen Westphal
  • Manuela Wutschke

 

 

Bildergalerie:

 

Download:

 


 

Die Glaskunst ist weiblich

01. August – 22. November 2020

 

 

Glaskunst, die; Substantiv, feminin.
So steht es im Rechtschreibwörterbuch Duden.
Ein Blick auf die Glasszene in Deutschland zeigt, dass es derzeit überraschend viele Frauen gibt, die mit diesem vielseitigen Material arbeiten.
Ist die Glaskunst tatsächlich weiblich?

 

 

Die Ausstellung mit dem Titel „Die Glaskunst ist weiblich“ stellt drei Künstlerinnen vor, die auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Material Glas arbeiten und sich dadurch zwar einerseits voneinander unterscheiden, andererseits aber auch gut ergänzen.
So unterschiedlich die Kunst der drei Frauen ist, die Herkunft verbindet: alle drei Künstlerinnen kommen aus Bayern, sind dort eng mit dem Material Glas verbunden und versuchen, ihre Glasheimat durch engagiertes Auftreten bekannt zu machen.
Alle drei Künstlerinnen ergänzen sich in ihrer sehr unterschiedlichen Arbeitsweise. Sie sollen den Besuchern die Vielfalt in der Glaskunst erschließen.

 


Ursula-Maren FitzUrsula-Maren Fitz


1956                 in Dortmund geboren
1977 - 1984    Kunst- und Germanistik-Studium an der Universität Dortmund und an der Kunsthochschule Düsseldorf; Staatsexamen
1984 - 1988     mbp Software & Systems GmbH, Dortmund Assistentin des Geschäftsführers Marketing/Vertrieb
1988 - 1991     mbp Software & Systems GmbH, München Abteilungsleiterin Training
seit 1991          freischaffende Bildhauerin und Malerin

2003 - 2005     Kuratorin und Leiterin der Bayrischzeller Kunstausstellung (gemeinsam mit M. Herden)
2009 / 2010     Kuratorin und Leiterin der Ausstellung "KUNSTWERK" im E-Werk in Rottach-Weißach
2012 - 2014     Kuratorin und Leiterin der Tegernseer Kunstausstellung
2012 - 2018     Schatzmeisterin / 3. Vorstand der Künstlervereinigung Lenggries e.V.
seit 2015          2. Vorstand GLASHEIMAT BAYERN

 

Ursula-Maren Fitz - frozen smoke II - Foto: Fitz

Sie beteiligt sich seit Jahren mit neuen Arbeiten am Wettbewerb um den Immenhäuser Glaspreis. Für Ihren Wettbewerbsbeitrag 2012 wurde sie von der Jury mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine reduzierte

Form aus, es sind geschmolzene oder gegossene Glasobjekte, oft in Verbindung mit Bronze oder Stein, teilweise geschliffen und poliert.

 

 

 

Alexandra GeyermannAlexandra Geyermann


1969          in Cochem/Mosel geboren
1986-89    Ausbildung zur Glasgraveurin an der Glasfachschule Rheinbach
1989-91    Berufstätigkeit als Glasgraveurin
1991-92    Auslandsaufenthalt in England
1992-94    Weiterbildung zur Glasgestalterin, Glasfachschule Zwiesel
1994-95    Meisterprüfung
seit 1995    Eigenes Atelier in Zwiesel
seit 2013    Nebenberufliche Lehrtätigkeit an der Glasfachschule Zwiesel
2010/11/13    Kursleiterin „Bildwerk“, Sommerakademie Frauenau

 

Alexandra Geyermann Framed I-III 2018 - Foto: D. BaumgartnerAuch Alexandra Geyermann ist in Immenhausen nicht unbekannt. Bereits an mehreren Ausstellungen war sie mit einigen gravierten Arbeiten beteiligt, kann jetzt aber ein breiteres Spektrum ihres künstlerischen Repertoires zeigen.
Sie arbeitet sowohl im Hoch- als auch im Tiefschnitt und verbindet beide Techniken in einem Objekt, indem sie Vorder- und Rückseite des Glases unterschiedlich graviert. So entstehen Gucklöcher und Details, die man erst auf den zweiten Blick entdeckt oder die erst durch das Erzählen der Geschichte einen eigenen Sinn bekommen. Als ausgebildete Graveurin versteht sie es, ganze Bildergeschichten ins Glas zu bringen und häufig historische Themen oder weibliche Figuren aus der Vergangenheit in Szene zu setzen.

 

 

Anja ListlAnja Listl - Foto: Franz Hintermann


1970                 in Passau geboren
1987 - 1990    Ausbildung zur Glasgraveurin an der Glasfachschule Zwiesel
1990 - 1992    Berufspraxis als Glasgraveurin in der Glashütte Austen
1992 - 1994    Weiterbildung zur Glasgestalterin an der Glasfachschule Zwiesel
1994 - 1997    selbständige Tätigkeit mit Atelier im Schloss Pillham bei Ruhstorf
1997 - 1998    als Glasgraveurin in der Glashütte Austen tätig
seit 1992    als Glaskünstlerin aktiv
seit 1999    als Glasdesignerin bei der Firma Glas Dersch GmbH in Waldkirchen

 

Anja Listl - BLACK - 2018 - Foto: Anja Listl

 

Anja Listls Arbeiten, Wandobjekte und Schalen, entstehen aus gebogenem, verschmolzenem Flachglas, ist teilweise mit Glasemail bemalt und aus mehreren Teilen komponiert. Das Spiel von Licht und Schatten gehört zu ihrem Werk unmittelbar hinzu. Transparenz, Form und Farbe werden erst durch das Licht sichtbar. Das scheinbar alltägliche Material Glas erhält in ihren Arbeiten eine neue Dimension.

 

 

 

 

Bildergalerie:

 

Download: