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Ausstellungen 2017

30 Jahre Glasmuseum – 30 Jahre Sammeln

und

Der Immenhäuser Glaspreis

 

Neue Präsentationen im Glasmuseum Immenhausen
bis 07. Mai 2017

 

Zum 30jährigen Bestehen im Jahr 2017 bildet das Thema „Sammeln“ einen Schwerpunkt in der Ausstellungstätigkeit des Glasmuseums Immenhausen. In den vergangenen 30 Jahren wurden nicht nur in Sonderausstellungen internationale Künstler, verschiedene Glasherstellungstechniken, Glashütten und Designer vorgestellt. Es wird auch seit 30 Jahren gesammelt. Zu den Objekten gehören neben den Produkten der Immenhäuser Glashütte - hier besonders die aus der Produktion der Glashütte Süßmuth - auch das Gebrauchsglas aus anderen Manufakturen und die Studioglaskunst. Besonders im Bereich des modernen Glases ist die Sammlung des Glasmuseums auf mittlerweile über 300 Kunstwerke gewachsen.

 

Die Geschichte der modernen Sammlung steht im Mittelpunkt einer neu konzipierten Ausstellung im Glasmuseum. Erstmals werden die Kunstwerke so präsentiert, dass sie nicht nur einen Überblick über die Entwicklung der Glaskunst geben, sondern auch 30 Jahre Ausstellungstätigkeit dokumentieren.

Von Anfang an war es im

Glasmuseum erklärtes Ziel, aus den wichtigen Ausstellungen mindestens eine ausgestellte Arbeit anzukaufen. Dies gelang so lange, wie ein Ankaufetat vorhanden war. Auch wenn dieser schon lange gestrichen ist, konnten immer wieder bedeutende Objekte mit Hilfe von Sponsoren, durch Spendengelder, den Museumsverein oder durch Geschenke von Künstler der Sammlung zugeführt werden.

 

Den Grundstein der Sammlung aber legten Glasobjekte, die 1981 in der Ausstellung „Glaskunst ´81“ zu sehen waren. Diese Ausstellung war zur Bundesgartenschau in Kassel durch die Süßmuth-Mitarbeiter-Stiftung organisiert worden. Es kamen Objekte hinzu, die während der Glaskunsttage, die in der damals noch produzierenden Glashütte Süßmuth stattfanden, entstanden und von Künstlern für das zukünftige Glasmuseum geschenkt wurden.

Ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung des Glasmuseum fand 1988 die Ausstellung „Internationales Flachglas – 36 Frauen aus 36 Ländern“ statt. Ein Glasbild der Künstlerin Ada Isensee mit dem Titel „Bergvision“ wurde von der Stadt Immenhausen angekauft.

Altmeister der Studioglaskunst wie der US-Amerikaner Harvey K. Littleton, der Tscheche Jan Fisar, Erwin Eisch aus dem Glaszentrum Frauenau folgten. Vor der Lampe geblasenes Glas, Sandguss, Gravur und Schliff standen als Techniken immer wieder im Mittelpunkt von Präsentationen. Glas aus Österreich, Frankreich oder den Niederlanden war ebenfalls in den inzwischen über 120 Sonderausstellungen zu sehen. Mithilfe von Sponsoren konnten zuletzt sieben Ausstellungsstücke einer Präsentation niederländischen Glases erworben werden.

 

Der Immenhäuser Glaspreis

 

In einem zweiten Ausstellungsbereich steht der „Immenhäuser Glaspreis“ im Mittelpunkt. Diese seit 2000 alle drei Jahre stattfindende Wettbewerbsausstellung versucht, die Entwicklung der zeitgenössischen Glaskunst in Deutschland zu dokumentieren. Aus den inzwischen sechs Ausstellungen befinden sich zahlreiche prämierte Stücke in der Sammlung des Museums, unter anderen die 1. Preise der Ausstellungen in den Jahren 2000, 2012 und 2015.

Ada Isensee: Glasbild „Bergvision“ Lena Feldmann: Neunundachtzig

Zwischen Ada Isensees Glasbild „Bergvision“ und Lena Feldmanns prämierter Wettbewerbsbeitrag zum 6. Immenhäuser Glaspreis liegen 30 Jahre Sammeltätigkeit im Glasmuseum Immenhausen

 

 

Etliche Stücke konnten mit Hilfe von Sponsoren angekauft werden, die überwiegende Anzahl bereichert aber als Schenkung der Künstler die museumseigene Sammlung.

 

Die erstmals komprimierte Präsentation der Wettbewerbsarbeiten von 2000 bis 2015 zeigt Kontinuität und Veränderung in der künstlerischen Glasgestaltung und gibt einen kleinen Einblick in die Entwicklung der Glaskunst in Deutschland der letzten 15 Jahre.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.glasmuseum-immenhausen.de oder telefonisch im Glasmuseum unter 05673 – 2060.

 


 

Farbe ist Leben

- Ölbilder von Künstlern aus der Region -
12. März 2017 bis 07. Mai 2017

 

Ölbild von Monika HoferSeit 1999 gibt es im nordhessischen Burguffeln, unweit von Immenhausen, die MMGalerie von Monika Hofer. Die Künstlerin bietet dort Malkurse, zunächst für Kinder, aber auch für Erwachsene an.

 

Eine Gruppenausstellung mit Malerinnen aus der Region Immenhausen/Kassel stellt nun sechs Künstlerinnen vor, die sich in den Kursen kennen gelernt haben und jetzt im Glasmuseum Immenhausen ihren Blick auf eine farbige Welt präsentieren. Die Motive für ihre Kunst finden die Malerinnen im Leben, in ihren Fantasien und im Alltag, wie die sehr vielfältigen Motive belegen. Abstrakte Farbkompositionen, Impressionen aus fremden Ländern, aber auch ganz alltägliche Situationen wie eine Mutter mit ihrem Kind auf dem Arm belegen die Spannbreite der künstlerischen Ausbildung.

 

Mit Christiane Hennes, Monika Hofer, Karin Pfläging, Heidi Reese, Brigitte Sundheim und Ilse Wallmuth sind sechs Malerinnen zu sehen, deren Werke eine gekonnte technische Umsetzung, aber auch kreativen Geist und Esprit belegen.

 

Download:

 


 

 

Fotoausstellung

„Ein Denkmal im Verfall“

Zum Verfall der Glashütte Süßmuth

vom 5. November 2016 bis 12. Februar 2017

 

Eröffnung der Ausstellung am 5. November 2016 um 15 Uhr – der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

 

GlashütteUngewöhnliche, spannende Motive lassen sich in alten Fabrikgebäuden finden. „Lost places“ werden verlassene Orte genannt, die überall auf der Welt die Fotografen anlocken.

Mit Anne Jellonek, Reinhold Kilbinger und Walter Schartel machen sich drei Hobby-Fotografen auf die Jagd nach den interessantesten Ansichten, die die seit 20 Jahren leerstehende Produktionshalle der ehemaligen Glashütte Süßmuth in Immenhausen bietet.

Und mit den Augen der Fotografen sehen sie mehr als nur den Schandfleck in Immenhausen, sie entdecken aus ihrer Perspektive eine Ästhetik, die im Detail liegt.

 

Die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände am Glasmuseum erinnern nur noch wenig an die ehemalige Manufaktur und ihre ursprüngliche Nutzung: Schmelzöfen sind abgebaut, Scheiben eingeschlagen, Wände mit Graffitis besprüht. Von der einst erfolgreichen Glashütte, in der hochwertige Trinkglasserien, Vasen, Schalen und andere mundgeblasene Artikel hergestellt wurden, ist nicht mehr viel übrig.

Scherben

 

Umso spannender ist das, was die Fotografen bei ihren Streifzügen über das Gelände und durch die leerstehenden Hallen noch entdecken konnten: verlassene Räume, Relikte der Glasmacherkunst, persönliche Gegenstände der Glasmacher, verlassen und verloren in den teilweise verwunschen anmutenden Gebäuden.

Beeindruckende Fotos sind bei diesen Touren entstanden, die einen sehr ästhetischen Blick auf den Verfall des Kulturdenkmals mit seinem morbiden Charme geben.

 


 

Mehr als Sammelsurium – was andere sammeln
22. April bis 27. August 2017
 

Zum 30jährigen Jubiläum des Glasmuseums bildet das Thema „Sammeln“ einen Schwerpunkt im Ausstellungsprogramm. Erstmals haben private Sammler Gelegenheit, Teile ihrer Schätze zu präsentieren.

 

BriefbeschwererDenn dass nicht nur in Museen gesammelt wird, liegt in der Natur des Menschen. Das Sammeln von Seltsamem, Schönem, Wunderlichem, Kuriosem kam im Verlauf des Mittelalters hinzu. BusIn den Wunderkammern des 15. und 16. Jahrhunderts horteten die Fürsten auch die Mitbringsel der Entdecker- und Eroberer-Reisen in die Neue Welt. Wissenschaftliches Sammeln unter dem Aspekt der Aufklärung folgte in den Kunst- und Wunderkammern der Fürsten im 16. – 18. Jahrhundert, in denen von kunstvollen Goldschmiedearbeiten, Elfenbeinschnitzereien, fossilen Muschelschalen und optischen oder technischen Instrumenten vor allem einfach nur Schönes zu bewundern war. Diese Wunderkammern bilden heute oft den Grundstock bedeutender kunsthistorischer Sammlungen in großen Museen.

 

KaffeemühleDavon ausgehend, dass so ziemlich jeder Mensch etwas sammelt, entstand die Idee zu dieser Ausstellung. PuppeGibt es Privatsammler, die ihre Schätze einmal öffentlich ausstellen möchten? Dieser Frage nachgehend, beschränkte sich die Suche nach Sammlern auf die Region Kassel/Immenhausen. Einem Aufruf in der örtlichen Presse folgten zunächst zögerlich, dann aber doch recht rege etliche private Sammler, die jetzt die Gelegenheit haben, Teile ihrer Schätze in einer Sonderausstellung im Museum zu präsentieren.

 

Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Glassammlungen. Um die Vielfalt der Sammlungsgebiete darzustellen, werden auch andere Bereiche gezeigt: Kaffeemühlen, Teekannen, Teddybären, Puppen, Modellomnibusse und Comicfiguren stehen neben bemaltem Glas, Glastieren, Likörgläsern und Briefbeschwerern.

 

TeddyDie Motivation der Sammler ist unterschiedlich. So begann das Sammeln der Teddybären eher zufällig mit einem Sperrmüllfund vor 40 Jahren, die Omnibusse gehören einem Mann, der ein Busunternehmen betreibt. TeekanneNicht immer wird gezielt gesammelt und auch nicht mit einem wissenschaftlichen Hintergrund, die Sammlungen sind selten dokumentiert. Mit dem vom ersten Taschengeld gekauften Glastier wurde der Grundstein zu einer Sammlung gelegt, die durch Geschenke und Mitbringsel wuchs, nicht durch methodischen Erwerb. Allen Sammlern aber gemeinsam ist der Stolz auf das, was da im Laufe der Zeit zusammengekommen ist.

 

Diese Vielfalt an unterschiedlichen Themenbereichen verspricht ein spannendes Vergnügen für die Besucher zu werden.

 

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"und wenn sie nicht gestorben ist..."

Die Glasgravur
13. Mai 2017 bis 09. September 2017

 

Michaela Swade: Stroh zu Gold Ursula Merker: Rapunzel lasse Dein Haar herab Ursula Merker: Dornröschen Katharine Coleman: But Wheres my Prince

Das Handwerk ist alt und hat seinen Höhepunkt vermeintlich längst hinter sich. Gravierte Gläser werden im Einzelhandel heute kaum noch nachgefragt. Diesem Trend trotzen Glasgraveure aus ganz Europa, die sich in einem Netzwerk zusammengeschlossen haben, um die Aktualität dieser Veredlungstechnik zu verdeutlichen. Nach der Ausstellung „Gravur on Tour“, die in den vergangenen zwei Jahren in sieben Glasmuseen Europas gezeigt wurde, steht nun ein zweites Gemeinschaftsprojekt auf dem Plan.

 

In Nordhessen, wo die Brüder Grimm zu Hause waren, kennt den Satz, der nun zum Ausstellungstitel wird, jeder. Für die 27 Graveure aus 11 Ländern, die sich auch inhaltlich in ihren Objekten mit dem Thema „Märchen“ befassen, ist er Programm: „Und wenn sie nicht gestorben ist, gravieren sie noch heute“…und zeigt, wie aktuell diese alte Kunst auch jetzt noch ist.

 

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Wolfgang Mussgnug - Glas aus Murano
16. September 2017 bis 25. November 2017

 

Wolfgang Mussgnug - Giorno invernaleMurano – Dieser Name hat nicht nur bei ausgewiesenen Glasfachleuten einen besonderen Klang. Die Glaskunst von der Insel bei Venedig ist schon seit dem Mittelalter berühmt und bekannt für außergewöhnliche Qualität, handwerkliche Fertigkeit und hohe Glasmacherkunst. Der aus Nördlingen stammende Künstler Wolfgang Mussgnug arbeitet mit Glasmachern in einer Glashütte auf Murano zusammen und stellt sich in dieser Ausstellung nicht nur mit seinen Glasobjekten, sondern auch mit Malereien und Zeichnungen dem Betrachter. Transparente Glasblöcke und frei geformte Kreise und Bögen mit eingelegten farbigen Elementen erwecken den Eindruck von Leichtigkeit, das sich brechende Licht wird zum zentralen Thema in den Objekten und notwendiger Bestandteil der Kunst. Farben und Formen kehren in der Malerei und in den Zeichnungen wieder und so wird die ganze Bandbreite des Künstlers erkennbar.

 

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