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Ausstellungen 2005

 

100 Jahre Glasfachschule Zwiesel - Die gestalterische Leistung einer Ausbildungsstätte von 1904 bis 2004

19. Februar 2005 bis 4. Juni 2005

 

Die Glasfachschule in Zwiesel wurde 1904 gegründet und ist die älteste Ausbildungsstätte für Berufe, die sich mit der künstlerischen Seite der Formgebung, der Glasver- und -bearbeitung befassen. Bereits 1908 wurde einer der bedeutendsten Entwerfer des frühen 20. Jahrhunderts, Bruno Mauder, zum Direktor bestellt. Bis 1948 prägte er die Ausbildung der Schule in Zwiesel; für seine Verdienste um die Leitung der Einrichtung und in Anerkennung seiner künstlerischen Leistungen wurde ihm 1916 der Professorentitel verliehen.

Von Beginn an wurden besondere Gläser, die in den unterschiedlichsten Techniken während der Ausbildung in Zwiesel entstanden, aber auch Abschluss und Prüfungsarbeiten, von der Schule gesammelt. Aus Anlass des Jubiläums wurde im vergangenen Jahr eine Ausstellung erarbeitet, die die besten und interessantesten Stücke aus 100 Jahren Ausbildungstätigkeit zeigt.

Nach der Präsentation dieser Arbeiten in Zwiesel wird dieser historische Überblick im Glasmuseum Immenhausen gezeigt. Er macht also mit einer einmaligen Sammlung bekannt, die in der derzeitigen Form nur selten einem öffentlichen Publikum präsentiert wird. Auch Richard Süßmuth hat Rohglas nach Mauder-Entwürfen gekauft und in seinem Betrieb in Penzig in Schlesien weiterbearbeitet.

 


 

Briefbeschwerer
Kleine Kunstwerke aus Glas und als Fotografie

16. April 2005 bis 8. Oktober 2005

 

Briefbeschwerer oder Paperweights – wie sie im Englischen heißen – dienten ursprünglich dazu, geordnete und gestapelte Schriftstücke vor dem Durcheinandergeraten zu schützen. Als außergewöhn-
liche Stücke fielen sie erstmals auf der Wiener Industrieausstellung 1845 auf. Bald nach dieser waren die kleinen Glaskunstwerke in den Souvenirläden der Metropolen Paris, London und New York zu erwerben. Es war ein durchaus beachtbares, oft künstlerisch gestaltetes, aufwendiges Geschenk – etwas später auch als Sammlerobjekt begehrt – entstanden, das viele Interessenten fand.

In den 1950er Jahren entstanden neue, moderne Herstellungstechniken. Waren die ersten Arbeiten noch eher „Laienprodukte“, in vielen Hütten hergestellt, so entwickelten sich jetzt Spezialisten, die die nicht ganz einfachen Herstellungsverfahren und künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten perfektionierten bzw. weiterführten und den Briefbeschwerer zum festen Produktionsgut bedeutender Hüttenbetriebe machten.

Die Ausstellung zeigt beachtenswerte Beispiele von bedeutenden französischen Herstellern, gibt aber auch einen Überblick über andere Hütten und über die zeitgenössische Produktion von Manufakturen und Studioglas-Künstlern.

Daneben sind Fotos von Günther Schanz aus Göttingen zu sehen, die unter dem Titel „Nanowelten“ gläserne Briefbeschwerer durch digitale Bearbeitung sehr verfremdet abbilden und so einen faszinierenden Einblick in das Innenleben des Glases bieten.

Rick Ayotte

www.farfalla-paperweights.de

 


 

Aus Sand geschmolzen - im Sand geformt
Glaskunst im Sandguss-Verfahren

18. Juni 2005 bis 25. September 2005

 

Der schwedische Glaskünstler Bertil Vallien entwickelte in den 1960er Jahren die Sandguss-Technik, bei der flüssiges Glas, teilweise kombiniert mit Farbpigmenten, in eine Form aus Sand gefüllt wird und so Objekte entstehen. Die Technik, Glas zu gießen, ist allerdings bereits seit der Antike bekannt. Zahlreiche Künstler beschäftigen sich heute mit diesem Gestaltungsverfahren.


Der besondere Reiz dieser Arbeiten liegt darin, dass die im Sand liegende Seite eine raue Struktur bekommt, während die andere Seite glatt und glänzend das Material Glas zeigt.

 

Die Ausstellung stellt neue Arbeiten unterschiedlicher Glaskünstler aus ganz Deutschland und somit die Vielfalt der Objekte vor, die in diesem Gestaltungsbereich möglich ist. Als Künstler auf diesem Arbeitsfeld sind besonders das Ehepaar Nina und Stephen Thorp aus Weißenfeld bei München, Jens Gussek aus Halle und Ulrich Precht aus Lauscha zu nennen.

 

 



Glas, Licht und Farbe
Glasmalereien von Georg Meistermann

8. Oktober 2005 bis 21. Januar 2006

 

Der 1911 in Solingen geborene Künstler gilt ohne Zweifel als einer der bekanntesten und bedeutendsten internationalen Glasmaler des 20. Jahrhunderts. Anfang der 1930er Jahre begann er an der Düsseldorfer Kunstakademie ein Studium, musste dieses aber 1933 abbrechen und wurde mit einem Ausstellungsverbot belegt. Erste Glasfenster aus dem Jahre 1938 wurden leider im Krieg zerstört. Nach 1945 konnte sich Meistermann wieder verstärkt der Kunst widmen. Von 1953 – 1955 lehrte er an der Frankfurter Städel-Schule, danach erhielt er Professuren an den Kunstakademien in Düsseldorf und später in Karlsruhe.

Sein Werk ist nicht auf die Glasmalerei beschränkt; auch als Maler, Zeichner und Druckgrafiker hat er sich einen Namen gemacht.

Die Ausstellung zeigt in Zusammenarbeit mit der Glasmalerei Dr. H. Oidtmann in Linnich einen Ausschnitt aus dem Werk des Künstlers, der 1990 in Köln gestorben ist. Die Glasfenster Meistermanns stammen sowohl aus dem sakralen als auch aus dem profanen Bereich und geben neben ebenfalls ausgestelltem Flachmaterial (Entwürfe und Zeichnungen) einen guten Einblick in sein glasgestalterisches Werk.

 

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