Alarm im Reinhardswald: Feuerwehren proben den Ernstfall
Am vergangenen Samstag um 08:15 Uhr schrillten die Pager der Einsatzkräfte: Gemeldet wurde eine Rauchentwicklung im Gutsbezirk Reinhardswald. Was die alarmierten Feuerwehrleute zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Statt eines realen Brandes erwartete sie eine groß angelegte Einsatzübung.
Vor Ort im Wald folgte zunächst die Entwarnung – kein echtes Feuer. Doch das angenommene Szenario hatte es durchaus in sich: Auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern hatte sich ein Bodenfeuer ausgebreitet und drohte, sich weiter auszudehnen.
Gemeinsam stellten sich die drei Feuerwehren der Stadt Immenhausen sowie Einsatzkräfte aus Fuldatal und Reinhardshagen dieser Herausforderung. Unterstützt wurde die Übung durch den Hessenforst. Im Mittelpunkt standen neben der eigentlichen Brandbekämpfung insbesondere der Aufbau einer zuverlässigen Löschwasserversorgung sowie das Zusammenspiel und die Koordination der beteiligten Kräfte. Hierzu kamen neben Tanklöschfahrzeugen, einer Drohne aber auch Handwerkzeuge zum Einsatz.
Gerade bei einem Waldbrand können eine schnelle Abstimmung, klare Strukturen und eine funktionierende Wasserversorgung entscheidend sein. Die Übung bot den Beteiligten deshalb die Gelegenheit, Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben und die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg zu festigen.
Nach rund drei intensiven Stunden ertönte schließlich der erlösende Funkspruch: „Alle Rohre – Wasser halt! Übungsende.“
Die insgesamt 65 Einsatzkräfte kamen anschließend an der Zeche Gahrenberg zu einer kurzen Nachbesprechung zusammen. Bei einer gemeinsamen Stärkung wurde die Übung ausgewertet, bevor die Einsatzkräfte von dort aus in ihr wohlverdientes Wochenende starten konnten.
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