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Wohnberechtigungsbescheinigungen


Allgemeine Informationen

Der Wohnberechtigungsschein enthält Angaben zu den berechtigten Personen, der Einhaltung der relevanten Einkommensgrenzen, der Wohnfläche und der Zahl der Wohnräume.


Der Wohnberechtigungsschein berechtigt zum Bezug einer geförderten Wohnung (Sozialwohnung). Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Vermittlung einer entsprechenden Wohnung.
 

Die Wohnung, die Sie beziehen möchten, darf die im WBS angegebene maximale Wohnungsgröße nicht überschreiten. Nur in Ausnahmefällen darf die Anzahl der Zimmer oder die Wohnfläche überschritten werden. Auch hierzu geben Ihnen die Mitarbeitenden der Verwaltungen gerne nähere Auskünfte.
 

Manche Sozialwohnungen sind einem bestimmten Personenkreis vorbehalten. Dies können z.B. Studierende, Senioren (Mindestalter 60 Jahre), Personen mit Behinderungen oder kinderreiche Haushalte (mind. drei Kinder) sein. Wenn Sie zu einem besonderen Personenkreis gehören sollten, wird auch das im Wohnberechtigungsschein angegeben.


Der Wohnberechtigungsschein gilt in der Regel für ein Jahr, d.h. Sie können innerhalb dieser Zeitspanne eine Sozialwohnung beziehen. Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer kann ein neuer Wohnberechtigungsschein beantragt werden. Darüber hinaus kann er nur einmal für den Bezug einer Sozialwohnung genutzt werden.


Beim Abschluss des Mietvertrages muss der Wohnberechtigungsschein der/dem Vermieterin/Vermieter übergeben werden.


Eine bei Bezug einer Sozialwohnung wohnberechtigte Person bleibt während der Dauer des Mietverhältnisses nutzungsberechtigt, unabhängig von der Entwicklung ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Bei einer deutlichen Einkommensverbesserung kann jedoch eine Verpflichtung zur Zahlung einer Fehlbelegungsabgabe entstehen. Damit wird der dann ungerechtfertigte Vorteil einer subventionierten Sozialmiete entsprechend der Leistungsfähigkeit der Mieterinnen und Mieter abgeschöpft.
 

Zuständige Stelle
Zuständig für die Erteilung eines allgemeinen Wohnberechtigungsscheins ist jede Gemeinde in Hessen; in der Regel die Gemeinde, in der die antragstellende wohnungssuchende Person ihren Wohnsitz hat. Hat die antragstellende wohnungssuchende Person ihren Wohnsitz außerhalb Hessens, ist in der Regel die Gemeinde zuständig, in der sie eine Wohnung beziehen möchte.


Voraussetzungen

  • Deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit

  • Andere Staatsangehörigkeit mit einer im Regelfall für mindestens ein Jahr gültigen Aufenthaltsgenehmigung

  • Volljährigkeit (oder Einverständnis der/des Erziehungsberechtigten/gesetzlichen Vormunds)

  • Haushalte, deren anrechenbares Einkommen die Einkommensgrenze nicht überschreitet.

    • Die Einhaltung der Einkommensgrenze ist vor allem abhängig von der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen und von der Höhe des Einkommens aller Haushaltsmitglieder

    • Für die Berechnung wird in der Regel das Bruttojahreseinkommen aller im Haushalt lebenden Personen für das vergangene Kalenderjahr zugrunde gelegt.

    • Zusätzlich gibt es Frei und Abzugsbeträge, zum Beispiel für Personen mit anerkannter Schwerbehinderung/ anerkanntem Pflegegrad.

  • Zu den Voraussetzungen gehört, dass Sie sich nicht nur vorübergehend in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten, sondern hier Ihren Lebensmittelpunkt haben oder gründen wollen. Der Lebensmittelpunkt ist der Ort, wo Sie sich dauerhaft, willentlich, allein bzw. mit Ihrer Familie niederlassen.


Die Einkommensgrenzen für den Bezug einer Sozialwohnung liegen zurzeit

  • für einen Einpersonenhaushalt bei 20.146 Euro jährlich,

  • für einen Zweipersonenhaushalt bei 30.565 Euro jährlich,

  • zuzüglich 6.948 Euro jährlich für jede weitere zum Haushalt rechnende Person.


Die Einkommensgrenze erhöht sich für jedes zum Haushalt rechnende Kind um weitere 924 Euro jährlich.
 


Rechtsgrundlagen

Handlungsgrundlagen:


Notwendige Unterlagen

Vorzulegende Dokumente

  • Personalausweis bei deutschen Bürgerinnen und Bürgern und Staatsangehörigen aus der Europäischen Gemeinschaft (IDCard)

  • Reisepass bei ausländischen Bürgerinnen und Bürgern, mit einer mindestens 1 Jahr gültigen Aufenthaltserlaubnis

  • Einkommenserklärung von jedem Haushaltsangehörigen der über ein eigenes Einkommen verfügt

  • Je nachdem welches Einkommen erzielt wird, sind entsprechende Nachweise vorzulegen.

  • Dies können zum Beispiel sein:

    • Lohnabrechnungen des Vorjahres

    • Lohnabrechnungen der letzten 12 Monate

    • Lohnsteuerjahresbescheinigung des Vorjahres

    • Einkommensteuerbescheid des Vorjahres


Abhängig von der jeweiligen persönlichen Situation, können auch noch weitere Unterlagen notwendig sein. Zum Beispiel:

  • Ausweis über den Grad einer Behinderung (z.B. für Schwerbehinderte Menschen)

  • Immatrikulationsbescheinigung (z.B. für Studierende)

  • BAföG-Bescheide (für Empfänger/Empfängerinnen von Ausbildungsförderung)

  • Rentenbescheid (z.B. für Rentner/Rentnerinnen)

  • Nachweis über Leistungen des Jobcenters (z.B. für Arbeitslose)


Diese Aufzählung ist nicht abschließend.
Fallabhängig werden ggf. noch zusätzliche Unterlagen benötigt. 
 


Ansprechpartner

Fachbereich IV - Soziale und staatliche Aufgaben
Marktplatz 1
34376 Immenhausen

Tim Schütz
Empfang
Marktplatz 1
34376 Immenhausen
Telefon (05673) 503 - 0
Telefax (05673) 503 - 188


Formulare

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