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Jahresprogramm 2021

Ausstellungen

 

Veranstaltungen

 

Glas & Klassik

  • 17. September 2021

  • 5. November 2021

  • 3. Dezember 2021

 

Perlensonntag

  • 5. September 2021

  • 3. Oktober 2021

  • 5. Dezember 2021

 

Workshops im Atelier

 


Ausstellungen


 

Malerei, vom Glas inspiriert – Glaskunst auf Leinwand

verschoben auf Herbst 2021
(genauer Termin wird noch bekannt gegeben)

 

Angelika Boettcher inspiriert von Rachel Daeng NgalleRachel Daeng Ngalle: Going around in circles„KUquadrat – Kunst und Kulinarisches“, so nennt sich eine Künstlergruppe aus dem Nordhessischen Grebenstein, in der sich zehn Maler und Malerinnen zusammengeschlossen haben. Gemeinsam besuchen sie Kurse für freies Malen in den Techniken Aquarell und Acryl bei Maja Nishiyama und Ingo Küpper. Die beiden bieten seit 2001 in ihrem Atelier Lehrgänge für Hobbymaler an. Die Künstlergruppe, die ihre Bilder im Glasmuseum Immenhausen ausstellt, malt seit Jahren zusammen und weil der Spaß im Vordergrund stehen soll, gibt es zu jedem Maltermin auch etwas zu Essen und zu trinken. Auf der gemeinsamen Homepage stellen die zehn Maler daher nicht nur Ihre Bilder, sondern auch ihre Lieblingsrezepte vor.

Nach mehreren gemeinsamen Kunstprojekten haben sich die Maler im vergangenen Jahr entschlossen, das Projekt „Glas“ in Angriff zu nehmen. Besuche im Glasmuseum inspirierten sie zum Malen dieses Werkstoffs. Allerdings ist es nicht ganz einfach, dieses fragile Material auf die Leinwand zu bekommen.

 

Monika Drube inspiriert von Sylvia KopkaSylvia Kopka: Playground 2Die Künstler haben es jedoch geschafft, die Transparenz der Glasobjekte einzufangen und haben ganz unterschiedliche Objekte zum Bildthema gemacht: Mal ist es einer der Briefbeschwerer, die in der Glashütte in Immenhausen nach Feierabend aus dem letzten Rest flüssigen Glases und bunten Glasresten entstand, mal ist es Gebrauchsglas wie eine Gruppe Einkochgläser, dann sind es aber auch die Kunstobjekte, die faszinierten.

Das mit zwei Rücken an Rücken sitzenden Personen besetzte Boot in Pate de Verre Technik mit dem Titel „Going arround in circle“ der Niederländerin Rachel Daeng Ngalle ist im Bild von Angelika Böttcher direkt an den Nordpol geschippert, in der Malerei von Monika Drube ist die Leichtigkeit des Objekts „Playground“ von Sylvia Kopka deutlich zu erkennen.

 

Wenn das Museum nach der Corona-Schließung wieder geöffnet ist, können sich die Besucher auf eine spannende Ausstellung freuen, in der Glas und Malerei eine interessante Verbindung eingehen.

 


 

Die Glashütte Gernheim zu Gast im Glasmuseum Immenhausen

24. April bis 08. August 2021

 

Jaako Liikanen; Foto: Peter HübbeUrsula Huth (Zylinder); Foto: Peter HübbeDie Glashütte Gernheim im nordrhein-westfälischen Petershagen gehört zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe LWL. Diese Glashütte, in der 1812 zum ersten Mal Glas produziert wurde, erlebte eine wechselvolle Geschichte mit wirtschaftlichen Hochphasen, aber auch Schließungen und Stilllegungen. Mittelpunkt der Hüttenanlage war und ist der markante, im Jahr 1826 errichtete, Glasturm aus roten Ziegeln. Neben dem Turm mit Schmelzofen gehörten nicht nur Verwaltungs- und Lagergebäude, sondern auch Arbeiterhäuser zur Glashütte, in der vorwiegend Flaschen und Flachglas produziert wurde. Einige dieser Gebäude gingen 1983 in den Besitz des LWL über. Der Glasturm und weitere Gebäude wurde aufwändig saniert und 1998 als Museumsstandort wieder in Betrieb genommen. 

 

Korbinian Stöckle; Foto: Peter HübbeMichaela SwadeSomit ist der Glasturm in Gernheim einer der wenigen Orte in Deutschland, an denen noch Glas auf traditionelle Weise am Ofen geblasen wird. Seit 2015 ist die manuelle Fertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas in Deutschland als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Damit soll die jahrtausendealte Tradition des Glasblasens bewahrt und die Kenntnis darum als Erbe der Menschheit für die Zukunft bewahrt werden Das Bemühen der Glashütte, dieses Handwerk auch in die Liste der UNESCO eintragen zu lassen, zeigte Erfolg. 

 

Heikko Schulze-Höing (Gral); Foto: Peter HübbeVeronika Beckh (Stille); Foto: Peter HübbeAm Schmelzofen in Gernheim wird dieses Erbe lebendig. Es arbeiten mehrere Glasmacher mit Glasmacherpfeife und anderen einfachen Werkzeugen, um den Besuchern das traditionsreiche Handwerk nahe zu bringen. Graveure bewahren eine alte Veredlungstechnik. Sie bieten bei Interesse auch die Möglichkeit, in Kursen alles selber auszuprobieren. Sie erfüllen damit die wichtige Aufgabe, ihr Wissen um alte Glasmachertechniken anzuwenden, zu erweitern und weiterzugeben.
Auch internationale Glaskünstlerinnen und Glaskünstler treffen sich im Glasturm in Gernheim, um am Ofen von den Fertigkeiten der Glasmacher zu profitieren, Glaskunst zu fertigen und somit die Herstellungsverfahren und Techniken weiter zu beleben.

 

In der Ausstellung in Immenhausen sind jetzt Stücke zu sehen, die von internationalen Künstlern bei Arbeitsaufenthalten am Glasofen entstanden sind. Sie belegen das hohe künstlerische und technische KnowHow, auf welches sie zurückgreifen können.
Neben Hohlgläsern nach historischem Vorbild entstanden im Glasturm in den vergangenen Jahren Objekte und Installationen, die die Vielfalt deutlich machen.

 

 


 

Ulrike Umlauf-Orrom: Glas – Farbe – Struktur

21. August bis 21. November 2021

 

Ulrike Umlauf-Orrom: Schale

Die Ausstellung präsentiert mit Ulrike Umlauf-Orrom eine Glaskünstlerin, die seit Mitte der 1980er Jahre mit dem Material Glas arbeitet. In einer Retrospektive sind Objekte aus drei verschiedenen Schaffensphasen zu sehen: frei geblasene, geschliffene und sandgestrahlte Objekte aus der Zeit von 1982 bis 1990, Sandgussobjekte, die in den Jahren 1984 bis 1996 entstanden sind und seit 1998 Fusing-Arbeiten in einer von ihr entwickelten Verschmelztechnik.

Ulrike Umlauf-Orrom wurde 1953 geboren, machte eine Ausbildung als Keramikerin und schloss ein Studium in Industrie-Design in München ab. Während ihres Master-Studiums am Royal College of Art in London am Fachbereich Keramik und Glas Anfang der 1980er ist das Glas für sie zum faszinierenden Arbeitsmaterial geworden. Zurück in Deutschland, war sie im Designbereich und in der Produktentwicklung für verschiedene Glas- und Porzellanhersteller tätig.

Einem eigenen Atelier folgte 1998 die Einrichtung einer Glaswerkstatt mit Brennofen. Seitdem war sie nicht mehr auf die Schmelzöfen in Glasstudios angewiesen, sondern konnte autark ihre Arbeiten gestalten.


Seit ihrem Studium in London ist sie von der Komplexität japanischer Textilien und Gebrauchskunst inspiriert. Schon ihre ersten frei geblasenen Gefäße zeigen Ulrike Umlauf-Orroms Interesse an der Oberflächengestaltung. Auch ein japanisches Musterbuch für Papier und Stoff bot zahlreiche Anregungen dafür. Neben transparenten Gefäßen entdeckt sie die Überfangtechnik für sich, bei der sie durch die Strukturierung der Außenhaut Hell-Dunkel-Effekte erzielen und dem Objekt Tiefe verleihen kann.

Die Arbeit in der Sandguss-Technik ermöglicht die Fertigung von Skulpturen. Die eingeschmolzenen bunten Glasstücke und Metalle wie Kupfer und Messing ergeben farbige Akzente auf der sandig-körnigen Außenhaut. Archaisch anmutende Objekte regen die Fantasie an und entfalten im Spiel mit Licht ihren Reiz.


Ab 1998 entstehen immer wieder Schalen in einer von ihr entwickelten speziellen Verschmelztechnik, die mehrere Brennvorgänge im Schmelzofen erfordert.

Abgesenkte Glasplatten mit farbigen Linien, parallel und in unterschiedlichen Winkeln versetzt, ergeben eine Illusion von gewebtem Stoff, teilweise durchbrochen, geschichtet und überschnitten. Hier spiegelt sich die Begeisterung für die asiatische Ikat-Technik, einer speziellen Stoffwebart, wider.

Um die Glasplatten noch weiter zu strukturieren, kommen neben den farbigen Linien eingeschmolzene Lufttaschen hinzu, die sich in strenger Symmetrie auf der Oberfläche abzeichnen. Es entstehen „Polsterschalen“, inspiriert von den Verstärkungsplättchen der Samurai-Rüstungen. Dadurch erhält die visuelle Dreidimensionalität der Fläche auch ihre haptische Qualität.

Wellenförmige Schalen oder gebogene Bänder gehören zum Formenrepertoire der Künstlerin. Meist dominiert eine kräftige Farbe, seltener ist ein Stück mehrfarbig. In den klaren, strengen Formen der Objekte verbindet sich die gezielte Planung und Perfektion der Designerin mit der Leidenschaft für das Material Glas.


Ihre Arbeiten sind Teil internationaler Ausstellungen sowie zahlreicher öffentlicher und privater Sammlungen. Für ihr Werk erhielt sie renommierte Auszeichnungen und Preise wie z.B. den Bayerischen Staatspreis 2001 oder den GEDOK FormART Preis 2005. Eine besondere Ehre und Anerkennung ihrer „japanischen“ Ästhetik ist für sie die mittlerweile 5. Einladung zum International Kanazawa Glass Prize in Japan, der alle drei Jahre verliehen wird.

Den Besuchern des Glasmuseums Immenhausen ist sie durch ihre regelmäßige Teilnahme an den Wettbewerbsausstellungen um den Immenhäuser Glaspreis bekannt. 2009 wurde sie von der Jury mit einer Belobigung für ein Gefäßobjekt ausgezeichnet.


Die Ausstellung zeigt etwa 80 Arbeiten aus allen drei Schaffensperioden, mit denen sich die Besucher einen Überblick über das Werk dieser einzigartigen Künstlerin verschaffen können.

 

 


Veranstaltungen


 

Internationaler Museumstag

16. Mai 2021, 13:00 - 17:00 Uhr

 

Plakat: Internationaler Museumstag 2021

 


 

Blauer Sonntag JUNIOR

Juli bis Dezember 2021

Blauer Sonntag Junior

 

Jam-Session: Glasmusik erspüren

mehr Informationen im Programmheft auf Seite 36

 

Zum Programheft bitte >>hier<< klicken.

 


 

Blauer Sonntag

29. August 2021, 10:00 - 17:00 Uhr

Blauer Sonntag

Glas- und Porzellanflohmarkt

mehr Informationen im Programmheft auf Seite 21

 

Zum Programheft bitte >>hier<< klicken.

 


 

Heißer Herbst
14. November 2021, 13:00 - 17:00 Uhr

 

Frank Ballowitz beim Glasblasen

Glasbläser Frank Ballowitz aus Hadamar zeigt seine Kunst, Kinder können Glaskugeln bemalen und es gibt Kaffee und Kuchen zur Stärkung.

 


Glas & Klassik


 

17. September 2021, 19.30 Uhr

"Katastrophen finanzieren"

mit Thomas Hof (Lesung) und Klaviertio Caprice de Femme

 

5. November 2021, 19.30 Uhr

"Ein Zimmer in Paris"

Dennis Wenzel-Trio mit Marlene Dietrich-Programm

 

3. Dezember 2021, 19.00 Uhr

"Adventskonzert"

mit Melanie Friedland-Howard (Sopran), Katharina Schmidt-Hurtienne (Violine), Julia Reingardt (Klavier)

 


 

Perlensonntage


 

Aktuell keine Termine

Neue Termine werden hier bekanntgegeben

 


Workshops im Atelier


 

Workshop „Glasperlen selber herstellen“

 

Nach dem langen Lockdown und der Schließung des Glasmuseums stellt sich langsam wieder etwas Normalität ein. Im Atelier des Glasmuseums sind wieder Kurse geplant, in denen die Teilnehmer die Kunst des Glasperlenwickelns erlernen können. Susanne Bornmann, Schmuckdesignerin aus Kassel, leitet die Kurse.

 

Farbige Glasstäbe werden vor dem Bunsenbrenner erhitzt und die flüssige Glasmasse dann um einen Edelstahldorn gewickelt. Nach dem Erkalten wird die Glasperle vom Dorn gezogen und gereinigt. Für die Kurse sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Nach einer kurzen Einführung erhalten die Teilnehmer Grundkenntnisse im Glasperlenwickeln und machen sich mit dem Material Glas und dem Gasbrenner vertraut.

 

Die Kurse finden sonntags von 12 – 16 Uhr statt, es stehen maximal 8 Plätze zur Verfügung. Es gelten weiterhin die bekannten Hygieneregeln, die Teilnehmer müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Die Teilnahmegebühr beträgt 60,-- Euro, darin sind alle Materialkosten enthalten. In der Pause können die Teilnehmer die Gelegenheit zum Besuch des Museums nutzen.

 

Schon in den ersten vier Stunden kann eine Handvoll Glasperlen in unterschiedlichen Formen und Farben selber gestaltet werden.

 

Die nächsten Termine:

5. September 2021

3. Oktober 2021

5. Dezember 2021

 

Für Gruppen ab 5 Teilnehmern (mindestens aber 300,-- Euro) können innerhalb der Öffnungszeiten des Glasmuseums auch Sondertermine vereinbart werden.

 

 

Anmeldebedingungen:

Die verbindliche Anmeldung muss schriftlich entweder oder Anmeldformular erfolgen. Spätestens vierzehn Tage vor Kurstermin muss die Kursgebühr auf dem Konto der

Stadt Immenhausen

IBAN: DE02 5209 0000 0063 1183 03

BIC: GENODE51KS (Volksbank Kassel-Göttingen)

eingegangen sein.

Eine Kursteilnahme ist nur bei rechtzeitigem Zahlungseingang gewährleistet.

 

Rücktritt:

Bei einem Rücktritt bis acht Tage vor Kurstermin fällt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 20% des Kursbeitrages an. Bei einem Rücktritt innerhalb von sieben Tagen vor Kursbeginn werden 50 % der Gebühr einbehalten, es sei denn, es wird ein Nachrücker für den Platz gefunden.

 


 

Goldschmiede-Kurs

 

Der Kasseler Goldschmied Thomas Dienst bietet acht Teilnehmern die Möglichkeit, handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen und aus altem Schmuck Neues zu kreieren.

 

Preis pro Teilnehmer: 100,-- Euro, Werkzeuge und Übungsmaterialien stehen kostenlos zur Verfügung, sonstige Materialien wie Gold, Silber, Kettenverschlüsse etc. werden nach Verbrauch berechnet.

 

Termine freitags von 14:00 – 17:00 Uhr, samstags von 10:00 – 17:00 Uhr und sonntags von 10:00 – 16:00 Uhr:

 

  • Termine werden noch bekannt gegeben
     

 

Anmeldung in jedem Fall vorab per oder Anmeldformular.