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  Mineralien zu Gast im Glasmuseum (ab 04. Juni)
- Simone Fezer - verwurzelt (ab 16. Juli)

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Glaspreis 2015 - Preisträger (pdf)
Simone Fezer - verwurzelt (Flyer - Plakat)



Simone Fezer - verwurzelt“
vom 16. Juli
bis 30. Oktober 2016

Detail: in und doch nicht von

Roots

Rooted

Green Heard/Rooted II

Gebeine der Erde

Simone Fezer ist in Immenhausen keine Unbekannte: Die 1976 in Waiblingen geborene Künstlerin besuchte freie Kunstschulen und entdeckte am Bild-Werk Frauenau, einer Ausbildungsstätte für Glas im Bayerischen Wald, ihre Begeisterung für das fragile Material. Seit 2009 beteiligt sie sich mit ihren Arbeiten am Wettbewerb um den Immenhäuser Glaspreis und hat in den vergangen Jahren mit spektakulären Rauminstallationen, aber auch anrührend-ergreifenden Objekten die Besucher beeindruckt. Das Thema „Wurzeln“ im weitesten Sinne stand da bereits im Mittelpunkt ihrer Arbeiten.

Für die Immenhäuser Ausstellung konzipierte Simone Fezer eigens eine an den Vitrinen ausgerichtete Installation aus großen formgeblasenen Figuren, aus denen erblühende Wurzeln strömen. Hier reichen die Wurzeln nach außen, werden aus einer Überfülle geboren und feiern die Schönheit, Zerbrechlichkeit und Vielfalt der Welt. Diese werden neben großen, raumspezifisch neu installierten Arbeiten zu sehen sein, die das Oben mit dem Unten und das Innen mit dem Außen verbinden. Wurzeln sind für Simone Fezer etwas Existenzielles, sie wachsen in alle Richtungen, durchdringen, strecken sich aus und verbinden. Wurzeln ermöglichen das Aufnehmen von Nahrung und geben Halt. Das Verwurzelt-sein, aber auch das Vorwärtsstreben, sind zentrale Themen in der Arbeit der Künstlerin, die selten abgeschlossen ist, sondern immer offen für Weiterentwicklung, ein Teil eines Ganzen.

Die Adern, das Fleisch, die Wurzeln erwecken beim Betrachter eine Mischung aus Faszination und Erschrecken, wenn nicht gar Abscheu. Sehr realistisch anmutende Herzen mit Aorta und Venen, Verästelungen, die die Lebensadern bilden, werden in einer Kombination von geblasenem, und gegossenem Glas, Textilelementen und Rohhaut weiterentwickelt.

Hinzu kommen kleinere Arbeiten und korrespondierende Zeichnungen und Aquarelle, die den Einblick in die Arbeits- und Gedankenwelt der Künstlerin erweitern.

„Mit dieser Ausstellung wagen wir uns an etwas Neues: Große Installationen, die auch in den Außenbereich übergehen und den gesamten Ausstellungsbereich vereinnahmen“, teilt Museumsleiterin Dagmar Ruhlig-Lühnen mit. „Ich bin gespannt, wie die Kunstwerke bei den Besuchern ankommen. Es wird in jedem Fall etwas vollkommen Neues im Museum zu sehen sein.“

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Kunstschätze der Natur
Mineralien zu Gast im Glasmuseum
4. Juni bis 20. November 2016

Selenit_Winnipeg (2)

Bergkristall_GOIAS

Quarz_China

Rhodochrosit, Hohenkirchen (1)

Vor zwei Jahren fand im Glasmuseum eine Ausstellung statt, die das Material „Bernstein“ in allen seinen Facetten vorgestellt hat. Sie lockte auch Besucher ins Museum, die sich nicht vorrangig für Glas interessieren. Aufgrund des großen Erfolgs dieser Ausstellung werden nun mit den Mineralien weitere Kunstschätze der Natur in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Mineralogischen Museum der Philipps-Universität in Marburg und gibt einen Einblick in die Formen- und Farbenvielfalt dieser Naturschätze.

Mineralien entstehen auf natürliche Weise in und auf der Erde, sind teilweise Millionen Jahre alt und über tausende von Jahren gewachsen. Zurzeit sind etwa 5.100 Mineralien von unserer Erde bekannt. Die Natur erweist sich bei der Entstehung der Mineralien als wahre Künstlerin. Bizarre Formen, klare Strukturen und geometrische Körper gestaltet sie in ihrem Atelier Erde. Die enorme Formenvielfalt und die Farbenpracht des Mineralreichs sind dabei verblüffend. Von winzigen Keimen ausgehend, können Minerale und Kristalle durch streng periodische Anlagerung von unterschiedlichen Atomen zu bemerkenswert großen Körpern heranwachsen. Dabei ist jedes Mineral ein Unikat. Keins gleicht dem anderen in Form und Größe. Das Erstaunliche an den Mineralien ist, dass sie alle nach einem ganz bestimmten „Bauplan“ aufgebaut sind und anhand ihrer inneren Struktur und chemischen Zusammensetzung voneinander unterschieden werden können.

Von den über 5000 Mineralien, die derzeit bekannt sind, werden etwa 200 unterschiedliche Exponate aus dem Fundus und der Ausstellung der mineralogischen Sammlung der Philipps-Universität Marburg präsentiert, die dort seit über 225 Jahren zusammengetragen wurden. So zeigt die Ausstellung Mineralstufen, die aus der Anfangszeit bis hin zur Neuzeit der über 50.000 Stücke zählenden Sammlung stammen.

Die Besucher sind eingeladen, sich mit uns auf eine Reise um den Globus zu begeben. Auf dem Streifzug durch die Mineralienwelt gibt es Gold aus Alaska, Silber aus Sachsen, farbenprächtige Turmaline aus Pakistan, blaue Baryte aus Marokko, Amethyste aus Mexiko und Brasilien, Bergkristalle aus China, Gipse aus Kanada und Malachit aus Sibirien zu entdecken. Und selbst Rhodochrosit aus dem nordhessischen Hohenkirchen und vom Hopfenberg in Immenhausen sind zu bestaunen.

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Öffnungszeiten

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